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To Be Read #1

Ich habe eine Mission. Sie heißt: meinen SUB (Stapel ungelesener Bücher) abarbeiten. Mittlerweile häufen sich nämlich über fünfzig Stück auf meinem Nachtschrank, unsortiert in meinem viel zu kleinen Bücherregal sowie im Regal über meinem Schreibtisch. Und bei jedem neuen Buch denke ich mir: Oh ja, dich lese ich bestimmt als nächstes. Da es mich ein bisschen frustriert, dass so viele großartige Bücher auf mich warten, von denen die Öffentlichkeit nichts mitbekommt, hatte ich die Idee, diese kleine Reihe auf meinem Blog zu gründen. Alle paar Wochen stelle ich zehn Bücher vor, die ich besitze und unbedingt bald lesen möchte. So kannst du daran teilhaben und dich inspirieren lassen und ich kann mir bei jedem Buch wieder vor Augen führen, was da an genialem Stoff auf mich wartet. Hier ist also #1 dieser Serie. Viel Spaß!

1. „A Prayer for Owen Meany“ von John Irving

John Irving ist ein bekannter Name, doch bisher habe ich nichts von ihm gelesen. In diesem Roman geht es um den elfjährigen Owen, der versehentlich bei einem Baseballspiel die Mutter seines besten Freundes umbringt. Was passiert wohl danach? In dem Buch geht es auch um Religion – das macht mich ein wenig skeptisch, aber meine Neugier aufgrund der vielen positiven Meinungen überwiegt. Ich freue mich auch, mal wieder etwas auf Englisch zu lesen!

2. „Der Junge bekommt das Gute zuletzt“ von Dirk Stermann

Bei wenigen Büchern scheinen sich die Leser so einig zu sein wie bei diesem: Der dreizehnjährige Claude ist ganz allein. Seine Eltern haben sich getrennt und ihn vernachlässigt, mit seinen Schulkameraden versteht er sich nicht. Doch dann lernt er ein Mädchen kennen. Der Roman soll zugleich lustig und traurig sein, gepaart mit einer Menge Gefühl.

3. „Der Club der unverbesserlichen Optimisten“ von Jean-Michel Guenassia

Eine Freundin hat mir dieses Buch vor Ewigkeiten geliehen und ich bin immer noch nicht dazu gekommen, es zu lesen. Dabei ist es ihr Lieblingsbuch und das darf viel heißen. Der zwölfjährige Michel besucht regelmäßig ein Bistro und entdeckt dort den Club der unverbesserlichen Optimisten, in dem er interessante Menschen kennenlernt. Die Geschichte spielt im Paris der 60er Jahre und es klingt alles sehr Französisch und sehr gut.

4. „Irgendwann wird es gut“ von Joey Goebel

Joey Goebels Roman „Vincent“ fand ich absolut grandios. Sein neues Buch besteht aus Kurzgeschichten über verschiedene Außenseiter in Kentucky und ich muss unbedingt wissen, ob mich Joey Goebel noch einmal so überwältigen kann.

5. „Kurt“ von Sarah Kuttner

Es gibt einen riesigen Hype rund um dieses Buch. Spätestens nachdem ich die Stories.-Podcastfolge darüber gehört habe, war ich angefixt und mir war klar: Ich muss dieses Buch lesen. Es geht um Familie und um Trauer und ich bin schon wahnsinnig gespannt darauf, wie Sarah Kuttner diese Geschichte erzählt, die alle so dermaßen verrückt danach macht.

6. „Die zehn Lieben des Nishino“ von Hiromi Kawakami

Was asiatische Literatur betrifft, bin ich bisher fast nur mit Haruki Murakami vertraut. Der Klappentext dieses Buchs hat mich jedenfalls angesprochen: Nishino sucht nach Liebe, doch es endet jedes Mal in Sex. Es geht um zehn Beziehungen in seinem Leben und wie diese verlaufen sind. Ich glaube, dieses Buch könnte ein bisschen skurril werden, doch die Geschichte klingt auch irgendwie sehr menschlich und originell.

7. „Americanah“ von Chimamanda Ngozi Adichie

Lange habe ich überlegt, welchen Roman von Chimamanda Ngozi Adichie ich mir zulegen soll. Alle klingen großartig und die Autorin ist mir aufgrund ihrer feministischen Bücher wahnsinnig sympathisch. In „Americanah“ geht es um Liebe, um Heimat und um diese Gabelungen im Leben, die alles verändern. Ich glaube, dieser Roman wird richtig gut.

8. „Farben der Nacht“ von Davit Gabunia

Surab verliert seine Arbeit und beobachtet tagein, tagaus vom Balkon aus seinen neuen Nachbarn. Mit der Zeit verstrickt er sich in fremde Angelegenheiten, die zu eskalieren drohen. Das klingt nach einer sehr spannenden Prämisse. Mir gefällt auch, dass es ein georgischer Roman ist und somit ein unbekannteres, interessantes Setting enthält.

9. „Alles, was ich weiß über die Liebe“ von Dolly Alderton

Das hier ist ein Memoir – und ich erhoffe mir, dass es eine lockere und leichte Lektüre für zwischendurch ist, denn das kann man manchmal gut gebrauchen. Bisher habe ich einige positive Stimmen darüber gehört und ich freue mich, auf herzerwärmende Art über katastrophale Dates und schlechte Entscheidungen auf dem Weg in das Erwachsenenleben zu lesen.

10. „Erinnerung eines Mädchens“ von Annie Ernaux

Dieses Buch habe ich erst überall gesehen, war irgendwie skeptisch, und dann wurde es mir persönlich empfohlen. In diesem Buch blickt die 73-jährige Annie auf ihr Leben zurück – und auf einen Sommer, in dem sie im Alter von 18 ihre Unschuld verlor und dabei sehr verletzt wurde. In diesem Buch verarbeitet sie diese Erfahrungen – und schreibt über sich selbst in der dritten Person, als würde sie von jemand anderem erzählen. Sprachlich soll dieses Buch sehr besonders sein, und ich bin schon wahnsinnig gespannt.


Hast du schon etwas davon gelesen?

2 Comments on “To Be Read #1

Tina
Mai 6, 2019 um 4:10 pm

Hallo!

Oh, eine ganz tolle Idee ist das mit dieser Kategorie! So etwas könnte ich auch sehr gut gebrauchen, da meine „möchte ich ganz dringend lesen“-Bücher im Regal verschwinden und ich so regelmäßig den Überblick verliere, was ich da habe.

„Kurt“ möchte ich tatsächlich auch ganz unbedingt lesen! Die Medien lieben dieses Buch ja richtig und ich bin schon gespannt, wann es bei mir einziehen wird. „Die zehn Lieben des Nishino“ kann ich hingegen unbedingt empfehlen! Der klare, schon fast emotionslose Erzählstil der Autorin macht es echt zu etwas besonderem.

Ganz liebe Grüße
Tina

Antworten
buchundwort
Mai 7, 2019 um 11:57 am

Hallo Tina,

dankeschön! 🙂 „Kurt“ habe ich mittlerweile schon gelesen – ein ganz wunderbares Buch, ich kann den Hype echt verstehen. Danke auch für deinen Tipp – ich freue mich schon sehr auf Nishino!

Viele Grüße
Moni

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