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Monatsrückblick September 2021

Und plötzlich ist Herbst. Auch dieser Monat war bei mir sehr arbeitsintensiv – daran wird sich bis Ende des Jahres vermutlich auch nichts ändern. Besonders war dieser September für mich vor allem deshalb, weil ich in meine erste Festanstellung nach dem Studium gestartet bin. Beruflich koordiniere ich nun Hörbuchproduktionen und finde es ganz schön faszinierend, auf einmal einen Beruf zu haben. Nach einem kompletten Schnitt fühlt es sich trotzdem nicht an, weil ich immer noch an der Masterarbeit schreibe – zum Glück ist das Ende einigermaßen in Sicht.

Ein paar persönliche Highlights gab es auch: Anfang des Monats waren eine Freundin und ich für ein verlängertes Wochenende in Lissabon, zu unserem jährlichen Städtetrip. Es tat gut, nochmal viel Sonne zu tanken, diese tolle Stadt zu besichtigen und sich gegenseitig auf den neuesten Stand zu bringen. Zwei Wochen später feierten mein Freund und ich unser 5-jähriges Jubiläum mit dem tollsten Spa- und Wellnesstag überhaupt. Und ansonsten habe ich in den letzten Tagen eine kleine Obsession für Secondhand-Kleidung entwickelt und meinen Kleiderschrank für den Herbst ordentlich aufgepeppt. Und dann waren da ja noch die guten Bücher, in die ich zwischendurch abgetaucht bin:

Gelesene Bücher: 6

Hinzugekommene Bücher: 6

The Manifesto on How to be Interesting von Holly Bourne (E-Book)

Holly Bourne ist meine Go-To-Autorin, wenn ich sicher sein möchte, dass ich leicht in die Lektüre reinkomme und definitiv unterhalten werde. The Manifesto on How to be Interesting ist eins ihrer älteren Jugendbücher und es war genau das, was ich mir erhofft hatte. Wenngleich es nicht zu einem meiner Lieblingsbücher von ihr wurde, war die Geschichte rund um die 17-jährige Bree, die in der Schule Außenseiterin ist und der Mission nachgeht, „interessant“ zu werden, abwechslungsreich und unterhaltsam.

Paardiologie von Charlotte Roche und Martin Keß-Roche

Ich finde es immer interessant, wie andere ihre Beziehungen führen. Paardiologie ist das Buch zum gleichnamigen erfolgreichen Podcast und ich hatte Lust auf einen dialogischen Schreibstil. Letztlich handelt es sich um Transkripte aus dem Podcast, die in verschiedene Kategorien gruppiert sind. Leider war mir der Stil aber zu mündlich, da gefühlt keinerlei Änderungen mit der Übertragung ins Schriftliche vorgenommen wurden. Ich habe das Buch zwar beendet, mich aber einen Großteil davon etwas durchgequält.

Verzweiflungstaten von Megan Nolan (Hörbuch)

Mein einziges Hörbuch diesen Monat war ein Volltreffer. Megan Nolan schafft es wahnsinnig gekonnt, über eine toxische Beziehung zu schreiben, ohne in Klischeefallen zu tappen oder fingerpointing zu betreiben. Verzweiflungstaten erzählt die Geschichte einer namenlosen Erzählerin, die sich in einen Mann, Ciaran, verliebt. Diese Beziehung nimmt sie ein, tut ihr nicht gut, macht sie abhängig von einer Bestätigung, nach der sie stetig und erfolglos sucht. Ich konnte mich kaum losreißen von dieser Geschichte, musste wissen, wie es ausgeht. Großartig!

Allein von Daniel Schreiber*

Ähnlich brillant, nur auf einer ganz andere Weise, ging es weiter mit Allein von Daniel Schreiber. Bereits Zuhause hat mich vor zwei Jahren sehr abgeholt mit der Frage, wie sich „Zuhause“ definieren lässt und was es heißt, sich irgendwo angekommen zu fühlen. In Allein geht es wiederum um Einsamkeit, den Zustand, alleine zu sein, unter anderem in Zeiten einer Pandemie, aber nicht nur. Ein faszinierendes Thema und ich bin beeindruckt, mit welcher Raffinesse Daniel Schreiber es mal wieder geschafft hat, eigene Gedanken und Erlebnisse mit Soziologie, Psychologie und Philosophie zu verknüpfen – und das auf eine vollkommen zugängliche Weise. Ein Buch, das nachhallt.

A Monster Calls von Patrick Ness

A Monster Calls ist eine wunderbar atmosphärisch illustrierte Geschichte über den 13-jährigen Conor, dessen Mutter an Krebs erkrankt ist und der jede Nacht um sieben nach zwölf einem Monster begegnet, das ihm Geschichten erzählt. Es geht um den Verlust einer geliebten Person und den Umgang damit. Ein sehr berührendes Buch, auch wenn ich das Thema Tod nie so ganz zu mir durchdringen lasse.

FrauenLiteratur von Nicole Seifert*

Last but not least, ein Buch, das so, so wichtig ist, und das ich am liebsten jeder:m in die Hand drücken würde. FrauenLiteratur beteiligt sich am Diskurs zur Misogynie in der Literaturbranche, hinterfragt unser Leseverhalten und zeigt mithilfe erschreckender Zahlen und Fakten auf, dass wir noch einen langen Weg zur Gleichberechtigung vor uns haben. Nicht alles war für mich neu, aber ein wichtiger Reminder. Große Empfehlung!


Was habt ihr im September gelesen?

*Bei den gekennzeichneten Büchern handelt es sich um Rezensionsexemplare.

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