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„Normal People“ von Sally Rooney

„At school Connell and Marianne pretend not to know each other. He’s popular and well-adjusted, star of the school soccer team while she is lonely, proud, and intensely private. But when Connell comes to pick his mother up from her housekeeping job at Marianne’s house, a strange and indelible connection grows between the two teenagers—one they are determined to conceal. A year later, they’re both studying at Trinity College in Dublin. Marianne has found her feet in a new social world while Connell hangs at the sidelines, shy and uncertain. Throughout their years in college, Marianne and Connell circle one another, straying toward other people and possibilities but always magnetically, irresistibly drawn back together. Then, as she veers into self-destruction and he begins to search for meaning elsewhere, each must confront how far they are willing to go to save the other.“

Als ich vor einigen Wochen in London war, führte kein Weg an „Normal People“ von Sally Rooney vorbei. In jeder Buchhandlung war das Buch auffällig ausgestellt, überall hingen Poster und ein Buchhändler kam sogar auf mich zu und legte mir den Roman ans Herz. Englischsprachige Bücher kommen bei mir in letzter Zeit ein bisschen zu kurz. Deswegen war es unglaublich spannend, in den Londoner Buchhandlungen zu stöbern und zu entdecken, was dort aktuell ist. Meine Neugier gegenüber „Normal People“ war also mehr als geweckt.

Die Geschichte handelt von zwei Menschen, die im Laufe ihrer Jugend und im jungen Erwachsenenalter immer wieder zueinander finden, sich aus den Augen verlieren und schließlich doch immer wieder durch das Schicksal miteinander verbunden sind. Die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten ist interessant und komplex. Eigentlich sind beide Figuren auf ihre Weise einsam, und das ist es auch, was die beiden miteinander verbindet.

Im echten Leben ist es ja genauso: Manchmal taucht ein Mensch zu verschiedenen Zeitpunkten im Leben auf, bringt Erinnerungen an Vergangenes mit und spielt plötzlich wieder irgendeine entscheidende Rolle. Wahrscheinlich hat jeder von uns bestimmte „Was wäre wenn?“-Gedanken gehabt, und verschiedene Szenarien durchgespielt, hätte das Leben eine andere Richtung eingeschlagen. Das Gefühl, in das man sich bei solchen Gedanken schnell begibt, kam für mich beim Lesen dieses Romans rüber.

Sally Rooneys „Normal People“ ist mit viel Feingefühl erzählt. Dabei liest sich der Roman fast wie ein Young Adult Buch, was mich überraschte, jedoch keineswegs schlecht ist. Im Gegenteil – manchmal ist es schön, einfachere Literatur zu lesen, die deshalb aber nicht weniger an Tiefgang besitzt.

Gleichzeitig hätte ich mir jedoch ein kleines bisschen mehr Nähe zu den Charakteren gewünscht, die auf mich in manchen Aspekten ein wenig unausgereift wirkten. Aus dem Grund finde ich das Buch ehrlich gesagt ein bisschen overhyped. Nichtsdestotrotz ist „Normal People“ ein unterhaltsames Buch, das ich gerne gelesen habe.

Sally Rooney: Normal People. Faber and Faber. ISBN: 978-0571347292. 304 Seiten. 11,99€.

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