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Ich ziehe nach BERLIN.

Jeden Sonntag und an den meisten Mittwochen schreibe ich hier über Bücher und die Bücherwelt. Im Backstage-Bereich meines Lebens ist in den letzten Wochen und Monaten wahnsinnig viel passiert und ich habe Lust, die neusten Entwicklungen mit euch zu teilen.

Vor ungefähr zwei Jahren habe ich angefangen, mir über meine Zukunft nach dem Bachelorstudium Gedanken zu machen. Dabei habe ich viel recherchiert und bin zu dem Ergebnis gekommen: Ich möchte Angewandte Literaturwissenschaft – Gegenwartsliteratur in Berlin studieren. Unbedingt. Ich kann gar nicht ausdrücken, wie sehr ich auf dieses praxisorientierte, moderne Studium hingefiebert habe, wie stark dieses Wollen war. Eine lange Zeit schien nichts anderes eine ansatzweise vergleichbare Alternative zu sein und ich verbrachte Stunden damit, auf die Seite des Studiengangs zu schauen und mir die gleichen Informationen immer und immer wieder durchzulesen, um mich dieser Möglichkeit irgendwie näher zu fühlen.

Ich liebe es, mich weiterzubilden, doch theoretisches Lernen war nie meine Stärke. Meine Noten sind nicht schlecht, aber ich habe es auch selten geschafft, die besten Noten zu bekommen. Das Zulassungskriterium für dieses Studium bestand allerdings zu 80 Prozent aus der Bachelor-Note und aus 20 Prozent Auslands- und Arbeitserfahrung. Glücklicherweise bin ich in letzterem schon recht erfahren, habe in vier Ländern gelebt und einige buchbezogene Tätigkeiten in meinem Lebenslauf stehen. Zum Glück hat das gereicht, denn ich wurde zugelassen.

Die letzten Wochen waren eine riesige Achterbahnfahrt. Ich konnte lange nur schwer damit umgehen, nicht zu wissen, worauf ich mich für Herbst 2019 einstellen sollte. Ich hatte nämlich auch eine Bewerbung für ein Volontariat offen, nachdem mich mein Praktikum Anfang des Jahres so begeistert hatte. Kompliziert wurde es, als ich tatsächlich Zusagen für beides bekam: das Volontariat und den Master. Diese Entscheidung zu treffen, war definitiv eine der bisher schwersten in meinem Leben.

Ich habe jedoch lange überlegt und meine Entscheidung steht nun fest: Ich möchte noch zwei weitere Jahre Studentin sein. Ich möchte mir selbst noch ein bisschen Zeit schenken, zu lernen, Neues zu erfahren, mich auf dieser Welt zu orientieren. Ich möchte die literarischen Möglichkeiten Berlins entdecken, andere Buchbegeisterte kennenlernen und mich entwickeln. Es ist unmöglich, zu sagen, ob es die richtige Entscheidung war. Aber ich habe sie aus einem Bauchgefühl getroffen, und das sollte man wohl nicht unterschätzen.

So wie ich unglaubliches Glück mit den beiden Zusagen hatte, hatte ich übrigens auch Glück mit einem wunderschönen WG-Zimmer. Nun ist alles offiziell und Ende September ist es soweit: Das neue Kapitel wird für mich in Berlin weitergehen. Ich bin gerade wunschlos glücklich, aufgeregt und definitiv bereit für das neue Abenteuer.

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