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Frankfurter Buchmesse 2018: Meine Eindrücke

Womit soll ich nur beginnen? Vielleicht mit der Tatsache, dass ich vor einigen Wochen völlig unerwartet im Finale des diesjährigen Buchblog-Awards gelandet bin. Die Preisverleihung sollte am Freitag, den 12. Oktober, auf der Buchmesse stattfinden. Nun empfand ich nicht mehr nur Vorfreude, sondern auch jede Menge Aufregung, die stetig zunahm, je näher der Tag herbeirückte.

Letzten Freitag war es endlich soweit. Um 11.30 Uhr begab ich mich zum Eingang des Pavillons, vor dem sich auch die anderen Blogger versammelten. Manche davon kannte ich schon durch ihre Blogs oder Instagram-Kanäle. Danach ging alles ziemlich schnell: Wir machten Gruppenfotos, dann begann die Preisverleihung. Erst wurde eine der neun Kategorien genannt, dann der jeweilige Gewinner aufgerufen. Gleich als zweites kam die Kategorie „Newcomer“. Aufregung. Das Warten würde endlich ein Ende haben! An the winner is… Ich brauchte einen Moment, bis ich begriff, dass der Name meines Blogs aufgerufen wurde. Mit Herzklopfen bis zum Hals begab ich mich auf die Bühne, schüttelte die Hand von Felicitas von Lovenberg und hörte mir eine Laudatio an, die mich fast zu Tränen rührte. Wow. Während der ganzen Verleihung hatte ich gar nicht daran gedacht, dass alles live übertragen wurde, aber hier ist das Video, in dem du dir die Preisverleihung nochmal selbst anschauen kannst.

Das zweite Highlight meines Tages war definitiv ein Interview mit Nino Haratischwili. Zum ersten Mal habe ich mich derart starstruck gefühlt. Erst vor wenigen Tagen habe ich ihren gigantischen Roman „Das achte Leben (für Brilka)“ beendet und bin davon einfach nur begeistert und zutiefst beeindruckt. Es war ein aufregendes Gefühl, nur wenige Meter vor einem Menschen zu sitzen, der so ein phänomenales Buch geschrieben hat (eine Rezension davon folgt in den nächsten Wochen). Sie stellte ihr neues Buch „Die Katze und der General“ vor und hat damit definitiv mein Interesse geweckt. Nach dem Interview bat ich Nino Haratischwili um ein Foto – und obwohl ich darauf aussehe, als würde ich gleich in Tränen ausbrechen, ist es eine sehr schöne Erinnerung.

Um 15 Uhr nahm ich am Bloggertreffen vom Diogenes Verlag teil. Dort durfte ich ein Interview mit der sehr sympathischen Autorin Katrine Engberg erleben und im Anschluss wurden die Neuerscheinungen vorgestellt. Ich mag den Diogenes Verlag sehr gerne und freue mich, ihre neuen Werke zu lesen. Die restlichen Zeit am Freitag verbrachten mein Freund und ich damit, in verschiedenen Hallen Zickzack zu laufen, um möglichst an jedem Stand einmal vorbeigelaufen zu sein und uns so viel Inspiration zu holen, wie möglich. Einige Veranstaltungen schafften wir zeitlich leider nicht mehr, aber wahrscheinlich nimmt man sich zu jedem Messebesuch mehr vor, als letztendlich machbar ist.

Am Samstag begann der Messetag für mich mit einem Gespräch über Bookstagram von Anabelle und Anna. Dort habe ich einige neue Anregungen bekommen, was meinen Instagram Account betrifft. Generell habe ich mich während der Messe ein bisschen schwer getan, auf Social Media besonders aktiv zu sein während so viel drumherum passierte. Einzelne Eindrücke habe ich dann einfach am Abend nach der Messe veröffentlicht aber gerade durch den Vortrag habe ich eingesehen, dass durch Instagram eine große Reichweite entstehen kann. Im Großen und Ganzen hat er mich also zum Nachdenken gebracht.

Ein weiteres Highlight war ein Interview mit Margarete Stokowski, für das mein Freund und ich uns extra eine dreiviertel Stunde früher in das taz-Häuschen setzten. Sie ist genauso schlagfertig, witzig und cool, wie ich sie mir vorgestellt hatte und am Ende signierte sie meine Kopie von „Die letzten Tage des Patriarchiats“, juhu!

Darüber hinaus gab es auch noch einige andere Situationen, die diesen Messebesuch so wundervoll gemacht haben. Ich habe den Verlag Reisedepeschen kennengelernt, der traumhaft schöne Reisebücher herausgibt. Des Weiteren bin ich mit zwei sehr sympathischen Frauen aus dem deutsch-brasilianischen Arara Verlag ins Gespräch gekommen, deren Bücher liebevoll und mit viel Mühe verlegt werden. Ich durfte mir ein Exemplar des neuen Romans „Die Erinnerung des Felsens“ mitnehmen und freue mich schon sehr aufs Lesen. Auch mit anderen Verlagsmenschen habe ich Visitenkarten ausgetauscht und habe den Messebesuch insgesamt ein bisschen als persönliche Übung gesehen, mit Menschen aus der Branche in Kontakt zu treten. Das hat richtig Spaß gemacht! Generell war es sehr bereichernd, als „Bloggerin“ dort zu sein und sich um einiges besser in der Buchbranche auszukennen als noch beim letzten Mal. Das Gewinnen des Buchblog-Awards motiviert mich nochmal zusätzlich, auf diesem Weg zu bleiben. Ich bin sehr gespannt, wohin er noch führen wird.

Hier sind die Bücher, auf die ich auf der Buchmesse besonders aufmerksam geworden bin:

Und hier eine kleine Übersicht mit tollen Bloggern, die ich entweder auf der Buchmesse oder im Rahmen des Buchblog-Awards kennenlernen durfte:

Vielen Dank an alle für diese wunderschönen, sehr gelungenen zwei Tage in Frankfurt. Ich freue mich schon sehr auf das nächste Jahr!

2 Comments on “Frankfurter Buchmesse 2018: Meine Eindrücke

Emma Zecka
Oktober 23, 2018 um 11:44 am

Liebe Moni,

heute Morgen habe ich mir endlich die Preisverleihung des Buchblog-Awards angeschaut und bin durch die Laudatio zu Deinem Blog sehr neugierig geworden. Meine Stöberrunde beginnt mit Deinen Eindrücken von der Frankfurter Buchmesse. Schon mal an dieser Stelle – auch, wenn es sehr verspätet kommt – HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH zu Deinem Gewinn. Ich bin sehr gespannt, welche Bücher bei Dir einziehen werden und welche Bücher Du bei Dussmann ausstellen wirst.

Da waren in diesem Jahr einige spannende Termine bei Dir dabei: Bei der Veranstaltung zum Thema Bookstagram war ich nicht, finde es aber völlig in Ordnung, wenn man auf der Buchmesse nicht nonstop an seinem Smartphone hängt und alles und jeden Moment posten muss. Für mich geht es auf der Buchmesse hauptsächlich darum, Veranstaltungen zu besuchen und Menschen wiederzutreffen oder neu kennenzulernen. Da käme ich mir auch etwas schräg vor, wenn ich das Smartphone für das obligatorische Selfie gleich gezückt halte. Deine Idee, ein paar Eindrücke am Abend zu posten, finde ich einen ziemlich guten Kompromiss. Soweit ich das mitbekommen habe, sammeln viele Buchblogger auf der Messe auch Material und posten nach der Messe dann täglich eine Art Rückblick z.B. jeden Tag ein Foto von der Buchmesse.

Die Idee, am Ende des Messeberichtes aufzulisten, welche Bücher Dir besonders aufgefallen sind, finde ich wirklich super. Dank Dir weiß ich jetzt, dass ein neues Buch von Wolfgang Herrndorf erscheint. Wir haben damals „tschick“ von ihm im Deutschunterricht glesen, was mir leider nicht wirklich gut gefallen hat. Danach habe ich aber noch „Sand“ und „Arbeit und Struktur“ entdeckt, die mich sehr bewegt haben.

Und auf „Der Insasse“ bin ich seit der Vorab-Leseaktion ziemlich gespannt.

viele Grüße

Emma

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buchundwort
Oktober 25, 2018 um 9:39 am

Liebe Emma,

danke für deine Nachricht – hat mich sehr gefreut, zu lesen! 🙂 Danke auch für die Glückwünsche! Der Büchertisch ist mittlerweile ausgestellt bei Dussmann und ich habe „Tausend strahlende Sonnen“ von Khaled Hosseini und „Untenrum frei“ von Margarete Stokowski empfohlen. Kennst du die Bücher schon?

Ja, auf der Messe ist einfach immer so viel los, dass man erstmal seinen eigenen Rhythmus finden muss. Ich stimme dir absolut zu mit dem Teilen der Eindrücke nach der Messe – das ist wahrscheinlich die beste „Lösung“.

Freut mich auch, dass du die Bücherliste interessant findest! 🙂 Was waren denn deine Highlights auf der Buchmesse?

Liebe Grüße
Moni

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