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Monatsrückblick Februar 2022

Der Februar war für mich der blödeste Monat seit Langem. Ganz unerwartet habe ich aufgrund einer Umstrukturierung meinen Job verloren – knappe zwei Wochen vor dem Ende meiner offiziellen Probezeit. Für mich ein großer Rückschlag, der mich ziemlich traf. Ich bin traurig darüber, meine Aufgaben, die mir so viel Spaß gemacht haben, abgegeben zu haben und nun nicht mehr Teil des Unternehmens zu sein, mit dem ich mich eineinhalb Jahre so identifiziert habe. Doch inzwischen habe ich den Schock verdaut und kann nach vorne blicken: Wo sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere. Ich habe mich beruflich sehr weiterentwickelt und freue mich, bald wieder einen neuen Lernschub zu erleben, der sicherlich viele neue Impulse mit sich bringen wird.

Gleichzeitig habe ich in diesem Monat besonders viel Liebe und Unterstützung erfahren: von meinem Freund, der mir den Rücken freihielt und jederzeit alles stehen und liegen ließ, um mich aufzumuntern. Von Freundinnen, die mir die liebevollsten Care-Pakete zusammenstellten, mit vollster Selbstverständlichkeit für mich da sind. Und nicht zuletzt von meinen – nun also ehemaligen – Kolleg:innen, die diese plötzliche Veränderung genauso unvorbereitet traf. Für diese Fürsorglichkeit aus allen Richtungen bin ich enorm dankbar.

Persönlich gesehen war der Monat für mich ein Flop, global gesehen natürlich noch deutlich mehr: In der Ukraine brach Krieg aus.
Ein befremdliches Gefühl, Ende des Monats ein erholsames Wochenende an der Ostsee verbracht zu haben, wenn einige hundert Kilometer weiter Menschen sterben und um ihr Leben fürchten. Mein Umgang damit war, mich in fiktive Welten zu begeben und volle Kanne Eskapismus zu betreiben, auch wenn mir bewusst ist, wie privilegiert es ist, diese Möglichkeit überhaupt zu haben. Umso dankbarer bin ich für all die schönen Momente, die Sonnenstrahlen, das Meeresrauschen und die Zeit zum Durchatmen und zum Lesen.

Gelesene Bücher: 3

Hinzugekommene Bücher: 7

The Seven Husbands of Evelyn Hugo von Taylor Jenkins Reid

Wer diesen Blog aufmerksam liest, wird wissen, dass sich Taylor Jenkins Reid bereits mit Daisy Jones & The Six in mein Herz geschrieben hat. Direkt im Anschluss zog Evelyn Hugo bei mir ein und stand eine ganze Weile ungelesen im Regal, weil ich wahnsinnig hohe Erwartungen daran hatte. Anfang Februar war der Zeitpunkt da und ich vertiefte mich in diese Lektüre, die noch großartiger, aufrüttelnder, herzzerreißender war, als ich gedacht hätte. Für dieses Buch habe ich alles andere links liegen lassen, musste ständig daran denken und habe gegen Ende so viele Tränen vergossen wie schon lange nicht mehr. Die Autorin hat meinen größten Respekt – ein wirklich grandioser Roman!

Light me up in Flames von Elena Maria Peter (Hörbuch)

Ein wenig vorhersehbar und kitschig, aber wunderbar für zwischendurch: Elena Maria Peter hat mit Light me up in Flames einen „enemies to lovers“-Liebesroman geschrieben, der in der Modewelt spielt und von der Fotografie-Studentin Romy und dem Male Model Samuel handelt. Die Autorin weiß, worüber sie erzählt, denn sie arbeitet selbst als High Fashion Model. Auch wenn der Roman seine Macken hat, fand ich ihn ziemlich unterhaltsam und habe gerne zugehört.

Finlay Donovan is Killing It von Elle Cosimano (E-Book)

Ähnlich unterhaltsam und locker war auch das E-Book Finlay Donovan is Killing It, von dem ich mir vor allem eine spannende, rasante und zugänglich geschriebene Geschichte erhoffte. Genau die bekam ich auch, wobei es mich hier und da etwas störte, wie abwegig und unrealistisch manche Szenarien waren und dass die Handlung teilweise nur noch ins Absurde abdriftete. Zwischenzeitlich habe ich die Lektüre ein paar Tage lang pausiert und habe mich danach nicht so sehr auf das Weiterlesen gefreut, wie erwartet. Kurzweilig, aber kein Muss.


Wie war der Februar zu euch? Was habt ihr gelesen?

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